Srećko Horvat im Gespräch mit Eva Illouz
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Diskussion
Ein Gespräch über Beziehungskrisen, sowohl zwischen Menschen als auch zwischen Bürger*innen und Staat


29.9., 18:00 

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In Auftrag gegeben und produziert von steirischer herbst ’20

Die Gesundheitskrise hat eine beispiellose Anzahl neuer Dilemmas produziert. Grundlegend hat sich nicht nur das Verhältnis zwischen Staat und Bürger*in verändert, auch die intimeren Beziehungen zwischen den Menschen werden nie wieder die gleichen sein. Charles Swain, der englische Dichter aus dem 19. Jahrhundert, betrachtete das Zuhause mit charakteristischer Romantik: „Zuhaus’ allein ist nicht gebaut aus g’raden Wänden, obschon behängt mit Bild und Gold: Die Rührung lockt uns hin mit ihren rufend Händen, Altare des Herzens, fest verbaut uns hold.“ Doch nun, während der Covid-19-Krise, werden diese „geraden Wände“ zu einer Herausforderung in puncto Intimität, Familie und Zuhause. In ihrem Gespräch richten die Soziologin Eva Illouz und der Philosoph Srećko Horvat ihren Blick auf diese neuen Herausforderungen und fragen, wie diese mit größeren sozialen Strukturen zusammenhängen.

Bio

Srećko Horvat (1983, Osijek, ehemaliges Jugoslawien) ist Philosoph, Schriftsteller und politischer Aktivist. Er ist eine wichtige Figur der post-jugoslawischen neuen Linken und hat mehrere Bücher veröffentlicht, Festivals organisiert und Fernsehprogramme moderiert. Zusammen mit Yanis Varoufakis gehört er zu den Gründern der Bewegung Demokratie in Europa 2025 (DiEM 25). Er lebt in Zagreb.

Eva Illouz (1961, Fès, Marokko) ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem und Autorin zahlreicher Bücher. In ihren Arbeiten untersucht sie den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Gefühlen und den Einfluss der Konsumgesellschaft auf unser Liebesleben. Eva Illouz lebt in Jerusalem.

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In Auftrag gegeben und produziert von steirischer herbst ’20

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