Drehli Robnik
Pandemic Cinema
Screening und Vortrag
Paranoia TV Zentrale
Spielfilm als Wahrnehmung von Politik in ansteckenden Zeiten


13.10., 18:00

Paranoia TV Zentrale
Herrengasse 26, 8010 Graz  ♿

Deutsch

Eintritt frei
Begrenzte Kapazitäten. Wir bitten um Anmeldung unter tickets [​at​] steirischerherbst.at.

Credits

In Auftrag gegeben und produziert von steirischer herbst ’20

Durch die Coronakrise sind viele Kinos lange zu oder halb leer. Zugleich ist das Netz voll mit Hitlisten der binge-tauglichsten Seuchenspielfilme, die wir uns zu Hause, womöglich auf dem Bildschirm in unserem Homeoffice, reinziehen sollen. Aber: Quer zum medialen Management der Pandemie stehen Momente, in denen Spielfilme – alte und neue – uns wahrnehmen lassen, was bei Masseninfektionen politisch auf dem Spiel steht. In seinem Vortrag verfolgt Drehli Robnik pandemische Filme vom Nazi-Biopic bis zum Hollywood-Laborthriller, vom Ausnahmezustand in Contagion bis zum Retracing im indischen Vorjahrsdrama Virus. Dabei tritt in der Pandemie filmisch hervor, was dieses Wort wörtlich heißt: das, was den demos, das Staatsvolk als Gesellschaft, umfassend, grundlegend betrifft. Es geht um Inszenierungen von Ansteckung in ihrer Staatlichkeit und Körperlichkeit, in ihren Formen von Ausgrenzung und Ausbeutung – und darum, dass daran nichts „normal“ ist.

Bio

Drehli Robnik (1967, Wien, Österreich) ist Theoriedienstleister, Nebenerwerbsessayist und Gelegenheitskritiker in Sachen Film, Politik und Geschichte, außerdem musikbasierter Edutainer. Seine jüngsten Monografien befassen sich mit Horrorkino, Pandemiefilmen (Ansteckkino) und Demokratiegedanken bei Siegfried Kracauer.

Credits

In Auftrag gegeben und produziert von steirischer herbst ’20